Wie steht es um elektronische Musik und Nachtkultur im Ruhrgebiet? Bekannt für eine vielfältige Szene ist die Region zurzeit nicht gerade – dabei gibt es hier durchaus Clubs, Labels und öffentliche Kulturinstitutionen, die experimentelle Formate umsetzen, sowie international erfolgreiche DJs, deren Lebensmittelpunkte nach wie vor in der Region liegen. Vor allem aber bietet das Ruhrgebiet Raum für die Bildung neuer Allianzen und die Erprobung neuer künstlerischer Formate.
An diesem Punkt setzt das Projekt MUMA – Musik und Maschine 2019 an: Wir möchten an der Entwicklung und Gestaltung einer wertebasierten Musik- und Querdenker*innenszene im nächtlichen Ruhrgebiet mitwirken. Wir fragen uns dabei unter anderem: Wie kann sich die Szene vernetzen, wie selbstorganisieren und entwickeln? Wo gibt es Hilfestellungen? Wie lassen sich leerstehende Räume nutzen? Wie machen das andere Städte und Regionen?
Bereits im Juni 2019 trafen sich zu unserem First Call-Workshop in der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund verschiedene Akteur*innen aus der gesamten Region, um über diese und andere Fragen zu diskutieren. Darauf aufbauend folgt nun die zweitägige Konferenz am 22. und 23.11.2019 in der Warsteiner Music Hall und dem Tresor.West auf dem Phoenix-West-Gelände in Dortmund-Hörde. Der zweite Konferenztag ist dabei Teil der Ruhrkonferenz der Landesregierung Nordrhein-Westfalens.
Gemeinsam mit den Konferenz-Gästen wollen wir u.a. in einem Workshopteil konkrete Ziele, Strategien und Forderungen formulieren. Außerdem berichten Inputgeber*innen von Best practice-Beispielen und wir werfen den Blick auf das Potential von Allianzen – z.B. mit anderen Regionen oder genreübergreifend zwischen elektronischer Musik, bildender sowie darstellender Kunst und Literatur.
Wir Fragen nach Raumnutzungen und Infrastrukturen im Ruhrgebiet, nach Verbesserungen der Mobilität in unseren bestehenden Verkehrsnetzen durch u.a. bessere Anschlussverbindungen, wir hinterfragen die Notwendigkeit von Sperrzeiten und von Vergnügungssteuern. Wir wollen, dass es für Entrepreneure leichter wird im Ruhrgebiet kleine Start-ups aufzubauen, die sich der Nachtkultur widmen – egal ob es sich um einen Club, eine Galerie, ein Label, ein Platten- oder Buchhandel, eine Bar, ein Kino oder ein Hostel handelt. Wir sagen selbstbewusst: The Best Ideas Are Born At Night!
Anmeldung
Anmeldung zum MUMA-Konferenz-Tagesprogramm (Freitag und/oder Samstag) formlos via E-Mail an:
Programm
Das MUMA-Team besteht aus Christina Danick, Jonas Eickhoff, Dimitri Hegemann (Schirmherr), Lennard Poschmann und Chantal Schöpp.
22.11. MUMA Konferenz
Ort: Warsteiner Music Hall, Phoenixplatz 4
Tagesmoderation: Thomas Venker (Kaput-Magazin)
23.11. MUMA x Ruhrkonferenz
Ort: Warsteiner Music Hall, Phoenixplatz 4
Tagesmoderation: Ji-Hun Kim (Das Filter)
Dieser Teil des Programms wird im Rahmen der Ruhrkonferenz der Landesregierung Nordrhein-Westfalens und voraussichtlich in Anwesenheit von Vertretern der Stadt Dortmund sowie der Landes- und Bundesregierung realisiert.
Die MUMA-Konferenz wird gefördert von der Initiative Musik, der innogy Stiftung, dem Ministerpräsidenten des Landes NRW/der Ruhrkonferenz, dem Regionalverband Ruhr, Telekom Electronic Beats und Carhartt WIP.
Clubnacht
22.11. MUMA 2019 x Telekom Electronic Beats | Clubnacht Freitag
Ort: Tresor.West, Phoenixplatz 4
Eintritt: 15 Euro | Facebook-Event
23.11. MUMA 2019 | Clubnacht Samstag
Ort: Tresor.West, Phoenixplatz 4
Eintritt: 15 Euro | Facebook-Event